10. Juni 2012

8. Mai 2012

Auch im diesem Jahr haben Mitglieder der Basisgruppe Ahrensfelde-Werneuchen am 8. Mai an sowjetischen Ehrenmalen Gebinde und Blumen niedergelegt. Besonders erfreulich war der Moment  in Seefeld. Dort ist seit dem 4. Mai wieder der Rote Stern auf dem Ehrenmal, der im Vorjahr gewaltsam entwendet wurde. In einer tollen Aktion danach wurde zuerst ein neuer Stern gebaut und dann am Sonnabend vor dem 8. Mai kam der Stern durch einen Fachmann an den Platzt des alten.

Doch der Tag der Befreiung begann für Mitglieder der Basisgruppe schon um 10.00 Uhr in Ahrensfelde. Es hatte der dortige Bürgermeister alle Abgeordneten des Ortes zu einer Kranzniederlegung mit einem Vertreter der russischen Botschaft eingeladen. Da die Ahrensfelder Abgeordneten der Partei die Linke alle durch verschiedene Gründe verhindert waren, vertraten Heidi und Hans Buley sie beim Festakt. Dort sprachen Herr Gehrke und der 3. Sekretär der russischen Botschaft, Herr Kurow Worte des Gedenkens. Anschließend trafen sich die Beteiligten im Rathaus bei einer Gesprächsrunde in der Herr Denis S. Kurov Fragen beantwortete. Dabei berichtet er über die langjährige Zusammenarbeit zwischen Botschaft und Bürgermeister in deren Ergebnis das Ahrensfelder Ehrenmal neu gestaltet wurde.  Als der Botschaftssekretär erfuhr, was dem Stern in Seefeld wiederfahren ist und wie er wieder auf das dortige Ehrenmal kam, zeigte er sich erfreut. Weniger erfreut war er über die Schilderung des Zustandes  des Ehrenmals. Die Nebenstehle und der Bereich des Zugangs zu den Ehrentafeln sind richtig baufällig und eine Reparatur oder Ausbesserung ist eigentlich dringend erforderlich. Herr Kurow bot die Hilfe der Botschaft an und zeigte auch Interesse daran, das Ehrenmal zu besichtigen. Das werden wir organisieren und darüber berichten.

Um 17.00 Uhr trafen wir uns dann am Werneuchenener Mahnmal für die Opfer im Kampf gegen den Faschismus. Das Denkmal hatten wir in Vorfeld gereinigt und den Zugang von Unkraut befreit. Dann fuhren wir noch nach Seefeld, Blumberg und nach Lindenberg. Überall legten wir ein kleines Gebinde mit Schleife und einzelne rote Nelken nieder. Blumen und Gebinde finanzieren wir selbst und haben uns sehr gefreut, dass Blumenhändler aus Werneuchen und Blumberg uns Rabatte gewährten, als sie hörten, wofür diese Blumen gedacht sind.

Erfreulich ist in diesem Zusammenhang auch, dass alle Ehrenmale und Denkmäler in einem gepflegten Zustand sind. Die jeweiligen Ämter sind hier also regelmäßig am Werk und halten Ordnung und Sauberkeit.   Wir denken auch, dass die Pflege, Betreuung und Ehrung von Friedhöfen und Denkmälern für die gefallenen aller Weltkriege nötig ist. Am 8. Mai eines jeden Jahres ehren wir aber besonders die gefallenen sowjetischen Soldaten und Offiziere, deren Leistung auch keine moderne Umschreibung der Geschichte schmälern kann.